Udo Smorra Memorial

Online-Schau: Kunst aus Altmetall

Veranstaltungsort
Langwedel - Etelsen
www.kunoweb.de

Veranstalter
Kultur im Norden - KUNO

Kontaktadresse
Paul Kroker
Etelser Str, 17B
27299 Langwedel
04235 92829
kulturimnorden@gmail.com
http://www.kunoweb.de

Termine
Mo, 14.09.2020

Veranstaltungsart
Ausstellungen

Kunst aus Altmetall – Udo Smorra
Online-Memorial
Opening: 14.09.2020, 00.00, kunoweb.de

"Ich arbeite mit Altmetall," so der Künstler in seinem Statement von 2017, "in diesem Abfallprodukt – dem Weggeworfenen, dem Rostigen, dem Verbogenen, dem Zerstörten – liegt für mich etwas Verborgenes, Ästhetisches und Zartes." Und er bringt seine Arbeit mit diesem Material auf den Punkt mit dem Begriff "Re-Formation".
Nach dem Maler Hans Maaß (1914-2000), gleichfalls aus Langwedel im Landkreis Verden, dem Kultur im Norden – KUNO damals zu seinem Hundertsten eine posthume Würdigung widerfahren ließ, soll nun als zweitem Künstler des Bildhauers Udo Smorra (1953-2019) gedacht werden. Während der eine ein langes Leben der Kunst widmen konnte, war dem anderen dafür nicht einmal ein Jahrzehnt vergönnt.
Wenn einer sich sein Material auf dem Schrottplatz sucht wie Udo Smorra, wird seine Arbeit oft vorschnell als Schrottkunst be- und damit abgewertet. Nun gilt in diesem Segment wie überall in der kreativen Produktion die Unterscheidung zwischen Kunst und Kunsthandwerk, ohne dass da eine scharfe Trennlinie zu ziehen wäre. Aber eines ist hier ganz klar: Man kann sich vor allem am Geschmack des Publikums, was immer das sei, orientieren und damit hauptsächlich am Verkauf. Denn es ist auch klar: Alles hat seinen Preis und natürlich wollen auch Kunstwerke gern verkauft werden. Doch entstehen die zunächst aus einem anderen, notwendigen Bedürfnis nach ästhetischer Tätigkeit und somit zumeist als Selbstzweck und nicht als Gebrauchswert. Kunst, die ja immer auch ein Geheimnis birgt, ist nicht zu verwechseln mit Dekoration, braucht immer ein Publikum und die Auseinandersetzung mit dessen Meinungen, Fragen und Kritik. Kunst gibt ganz grundsätzlich keine Antworten.
Hier ordnet sich Udo Smorra gut ein, denn er war ein findiger Metallkunsthandwerker ohne den ausgesprochenen Hang zur möglichst schnellen Wiedererkennbarkeit seiner Objekte. Und er war ein Metallkünstler mit einer Formensprache, die, oft abstrakt und minimalistisch, mitunter eher ins Rätselhafte geriet. Intensiv konnte er sich an einem Thema abarbeiten. So finden sich in der Ausstellung stelenartige Skulpturen gleich in mehrfachen Varianten. Und es werden Möglichkeiten gezeigt, wie man sich diesen Arbeiten nähern und sie interpretieren könnte.
Genau diese Seite des Schaffens des Udo Smorra steht im Fokus dieser Online-Schau mit ihren drei Dutzend Abbildungen.
Sie schließt mit Fotografien und einem Kurzbericht anlässlich einer Ausstellung der Bremer Kunsthalle, Februar 2014, als der Künstler und seine Skulptur Hockende mit dem Modell für Sylvette (1954) von Pablo Picasso zusammentrafen.
 

Kontakt

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