• 2022 bei KUNO - zwölf Monate Kunst und Kultur online

    So feiern sich zehn Jahre regionaler, nationaler , internationaler Kulturaustausch und Kunstproduktion.

    Mi, 05.01.2022 - Do, 05.01.2023

  • Giovanni Cerri: Corona-Chronik

    Die Corona-Chronik des Mailänder Malers Giovanni Cerri (*1969) ist der zweite künstlerische Beitrag, der sich im Kunst-Monat von KUNOs 10jährigem mit der Pandemie beschäftigt.

    Fr, 25.02.2022 - Sa, 25.02.2023

KUNO Februar Corona-Kunst-Chroniken

"Z" von Regina Zacharski

Veranstaltungsort
Langwedel - Etelsen
kunoweb.de

Veranstalter
Kultur im Norden - KUNO

Kontaktadresse
Paul Kroker
Etelser Str. 17B
27299 Langwedel
04235 92829
kulturimnorden@gmail.com
https://www.kunoweb.de

Termine
Sa, 05.02.2022 - So, 05.02.2023

Veranstaltungsart
Ausstellungen

Kunst in Zeiten der Pandemie
im Februar des Jubiläums von KUNO

Im Monat Februar - fast jährt sich die Corona-Pandemie zum zweiten Mal - steht die Kunst bei KUNO mit Zeichnung und Mischtechnik analog sowie digitalen Collagen im Zeichen eben dieser weltweiten Plage aus zwei verschiedenen Perspektiven: aus Italien und Deutschland. Von jenseits der Alpen schickt der Mailänder Giovanni Cerri seine Bilder-Chronik am 25. Februar zu kunoweb, von diesseits ist es Regina Zacharski aus Mecklenburg, die bereits am 5. Februar online an den Start geht.

Regina Zacharski wusste anfangs nur, dass sie von ihrem künstlerischen Anspruch her sich auf Corona einlassen wollte und musste, konnte naturgemäß aber nicht wissen, wie lange ihre Wochenchronik dauern würde, mit der sie in Bild und Wort diese moderne Seuche seit zwei Jahren begleitet und damit wohl auch noch weiterhin einige Zeit beschäftigt sein wird.
Die Künstlerin ist bei KUNO alles andere als eine Unbekannte dank bereits zweier Ausstellungen mit ihren Arbeiten seit Juni 2020. Für den Februar des Jubiläumsjahrs zum 10. von KUNO und mit ihrem einhundertsten Beitrag des Corona-Zyklus' wird nun eine Zwischenbilanz ihres künstlerischen Schaffens der letzten zwei Jahre präsentiert. Und zwar mit einem E-Katalog im Rahmen einer Ausstellung unter dem gemeinsamen Titel Z.

Da greift sie zu Wort und digitalem Bild als zwei Formen des Kommentars und nicht, weil beide so harmonisch miteinander kommunizieren müssten, indem etwa die Texte die Bilder erklären oder umgekehrt. Das kann schon manchmal passieren, öfters aber auch nicht. Kunst und Text können autonom nebeneinander bestehen, erinnern an dieselben Momente auf ganz unterschiedliche Weise. Und fordern das Gedächtnis des Publikums heraus, was man selber damals dachte, fühlte, verabscheute, ersehnte im Angesicht dieser Katastrophe, die einen selber nun und auch noch weiterhin betrifft. Und dann auch, ob vielleicht die Bilder von Regina Zacharski uns etwas angehen könnten und wieso eigentlich?

Vielleicht die Nr. 56 von Anfang 2021 mit dem fast sprechenden Titel Morgen Grauen zum Gedenken an die Militärkonvois mit Corona-Toten in Norditalien im Jahr zuvor. Die dazugehörige Abbildung ein rotgetränktes Szenario, unten an der Türschwelle schwappt, fast noch zu übersehen, etwas unheimlich, leise ins Bild hinein. Die Leichentransporte sind im Hintergrund gerade noch schemenhaft auszumachen.
Stellt sich die Künstlerin hier bildnerisch der Angst, die wir alle haben, manche vielleicht nicht wahrhaben wollen, andere verdrängen oder querdenkerisch kompensieren und gar ausleben in Hass und Aggressivität gegen andere? Schreiben aber tut sie nach einem Jahr Pandemieerfahrung vom "Traum einer globalen Welt offener Sicht- und Denkweisen, der auch Gestaltung und ein Krisenmanagement voller gegenseitigem Respekt und Verantwortung" erfordere.

Es macht diese Chronik von Zacharski so stark, dass sie gesellschaftliche Probleme, pandemiebedingt oder nicht, antippt und auch mal etwas tiefer greift, dabei wenig auslässt, weder Grundfragen menschlicher Existenz, die sich aus den Abstandsgeboten ergeben, noch soziale und politische Fragen oder solche, die Kolonialismus und Rassisimus sowie die Unterdrückung von Frauen betreffen.

Regina Zacharskis Sinn für Menschliches und Menschlichkeit ist hellwach wie ebenso ihr Sinn für gelungene ästhetische Gestaltung.

>>>Ab 5.Februar auf https://www.kunoweb.de/2022/01/13/z/.

>>> KUNSTWEBINAR zur Ausstellung: 10. Februar 18:00
Moderation: Dr. Markus Marquard (Uni Ulm)
Kontaktdaten zum Webinarraum:
https://us02web.zoom.us/j/88491330722?pwd=N0xjUEQvdEhFU1hSUjNvVUk2Yk9EUT09
[ Meeting-ID: 884 9133 0722 | Kenncode: 20ViLE22 |
Schnelleinwahl +496950502596,88491330722#,,,,*77611765# ]

>>> FÜHRUNG durch die Ausstellung: 24. Februar 18:00
mit der Künstlerin und dem Kurator
Teilnehmer*innen können sich vorab anmelden:
kulturimnorden@gmail.com, Stichwort: 24.2.
Kontaktdaten zum Webinarraum:
https://us04web.zoom.us/j/79581568931?pwd=Z-oozjOGj2RdfW9hbIJ4MhTVj1rQVS.1




 

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