• Sprechstunde für Menschen mit Behinderung

    Monatliche Sprechstunde für Menschen mit Behinderung im Langwedeler Rathaus

    Do, 21.11.2019, 14:30 Uhr - 17:00 Uhr

  • Azubi-Info-Abend

    Viele Infos über soziale Arbeit mit Menschen mit Behinderung für junge Erwachsene und Eltern

    Mi, 27.11.2019, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

SCHWITTERS´ KUNST TOTAL

Online-Ausstellung auf www.kunoweb.de zum einzigartigen deutschen Dada-Künstler und seiner Merz.Kunst

Veranstaltungsort
Langwedel - Etelsen
www.kunoweb.de

Veranstalter
Kultur im Norden - KUNO e.V.

Kontaktadresse
Paul Kroker
Etelser Str. 17B
27299 Langwedel
04235 92829
kulturimnorden@gmail.com
https://www.kunoweb.de/

Termine
Mi, 25.09.2019 - Sa, 25.01.2020

Veranstaltungsart
Ausstellungen

Zum 100. Jahrestag der Entstehung der Merzkunst von Kurt Schwitters wartet das Sprengel Museum mit einer neuen spannenden Sammlungspräsentation auf unter dem Titel „100 JAHRE MERZ – Kurt Schwitters Crossmedia“.
Mehr als 150 Exponate aus Bildenden Künsten, Architektur und Raumkunst, Literatur und Tonkunst geben Auskunft über das gattungsübergreifende Schaffen dieses in Hannover geborenen und bis 1937 dort wirkenden Künstlers und seine internationalen Geltung. Das auch dank seiner Zeitschrift Merz, die von 1923 bis 1932 erschien und sich intensiv mit Kunstströmungen der damaligen Avantgarden wie Dadaismus und Konstruktivismus auseinandersetzte. Und eben auch die Merzkunst in Europa und den USA bekannt machte. Eine Kunst, die darauf begründet ist, mit Materialen und Medien aller Art, auch dem Weggeworfenen, also Abfall zu arbeiten und daraus Kunst entstehen zu lassen. Abstrakte Bilder, Skulpturen und Installationen, Bild, Text und Ton neu zu komponieren, jenseits traditioneller Werte und konventioneller Ästhetik. Kurz: Merz steht für größtmögliche Freiheit bei der Wahl von Mittel und Methoden des künstlerischen Ausdrucks.
Beeindruckt, ja begeistert von der Schau im Sprengel Museum, fühlt sich KUNO als Online-Plattform für Kunst- und Kulturaustausch inspiriert, eine kleine virtuelle Ausstellung zur Merzkunst von Kurt Schwitters anzubieten, als Appetizer, zur Vor- oder Nachbereitung von Kunstaustellungen ganz konkret zu diesem Künstler wie vielleicht auch zum Verständnis von moderner Kunst überhaupt.
Merz leitet sich für Schwitters durchaus, aber nicht nur von Kommerz ab. Sein bekanntes Liebesgedicht auf „Anna Blume“ (1919) bewarb er mit großen Plakaten an Litfaß-Säulen zum Preis von vier Reichsmark. Eine Replik davon ist in der Hannoveraner Schau zu sehen. Und natürlich zeigt KUNO sie auch im Internet, wo man das surreale Dada-Gedicht Wort für Wort nachlesen kann. Daneben gibt es natürlich, auch so ein klassisches Muss einer Schwitters-Ausstellung, seine Klang-Komposition aus Urlauten plus einer sehr lebendigen, witzigen grafischen Visualisierung von Arte Creative (2015), die „Ursonate“ (1923-32), rezitiert vom Künstler selbst.
Im Mittelpunkt der Online-Schau die expressionistisch betitelte „Kathedrale des erotischen Elends“, von Schwitters auch „Grotte“, „Höhle“, „Hort“ oder „Hundezwinger“ geheißen oder eben Merzbau. Eine im Grundriss kleine, hoch aufragende, begehbare Installation, architektonisch so gestaltet, dass sie dem Blick unzählige Perspektiven bietet. Mit einer einzelnen Fotografie ist ihrer Abbildung nicht beizukommen, weswegen in der Online-Ausstellung mehr als zwanzig Fotos zu sehen sind.
Die Rekonstruktion, vom großen Ausstellungsmacher Harald Szeemann anhand von drei Fotos Anfang der Achtziger in Auftrag gegeben, dokumentiert, wie wohl der ursprüngliche Merzbau ausgesehen haben könnte , an dem der Künstler jahrelang in seiner Hannoveraner Wohnung gearbeitet hatte. Und später auch noch an weiteren Modellen in den Länder seines Exils, in Norwegen und England.
Der Begriff der Kathedrale könnte es dabei insofern treffen, als hier ein dem Sehen, Schauen, Betrachten geweihter Raum gestaltet wurde. Erotische Architektur also als Möglichkeit der Erfüllung visuellen Begehrens ganz grundsätzlich und keinesfalls enggeführt auf Erotik im pornografischen Sinn. Wobei der Künstler gewitzt eine ironische Volte schlägt mit der Elends-Vokabel. Die vielleicht auch anspielt auf die Zeiten nach der Weltwirtschaftskrise von 1929. Kunst, so unpolitisch das künstlerische Subjekt auch sein mag, ist nie ganz politik- und gesellschaftsfern. Auch Kurt Schwitters nicht.
Aber sehen Sie selbst und lassen Sie sich vielleicht auch überraschen: kunoweb.de/merz, ab dem 25.September.
 

Kontakt

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04232 - 39 0
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