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Entwicklung
Flecken Langwedel
Die über 780 jährige Geschichte Langwedels ist geprägt durch die Lage an der alten Heer– und Handelsstraße, die von Bremen aus nach Celle führte. Sie war der einzige Verbindungsweg zwischen dem Erzbistum Bremen und dem Bistum Verden. An dieser Straße errichtete der Bremer Erzbischof Gerhard der Zweite in Langwedel zur Sicherung der Grenze an der Heerstraße eine Burg. Diese strategisch bedeutsame Burg hat ein wechselvolles Schicksal erlitten und ist, insbesondere im 30 jährigen Krieg, heftig umkämpft gewesen. Weitere Informationen zur Burg Langwedel finden Sie unter unserer Rubrik "Tourismus und Kultur".
Die Bezeichnung Flecken stammt im übrigen aus dem Mittelalter und besagt, dass Langwedel Marktrechte besitzt, aber auch Bürgerrechte verleihen durfte. Die Verleihung von Bürgerrechten war im Mittelalter sonst nur Städten vorbehalten.
Gebietsreform
Der Flecken Langwedel in seinem heutigem Zuschnitt ist im Zuge der
Gebietsreform 1972 aus den Gemeinden
gebildet worden. Das Gemeindegebiet umfaßt eine Größe von ca. 7610 ha. mit rd. 14.700 Einwohnern.
Infrastruktur, Wohnen und Gewerbe
Die Anbindung Langwedels an überörtliche Verkehrsanbindungen ist außerordentlich günstig.
So ist über die Abfahrt Langwedel an der Raststätte Goldbach ein Anschluß an die Autobahn 27 Bremen – Walsrode – Hannover gegeben. Die Kreisstadt Verden, die Stadt Achim und die Hansestadt Bremen sind bequem und schnell auch über öffentliche Verkehrsmittel zu erreichen. An der Bahnlinie Bremen–Hannover bestehen in Langwedel und Etelsen zwei Bahnhöfe. Außerdem führt eine Bahnlinie von Langwedel in den Raum Visselhövede / Soltau / Uelzen.
Flugverbindungen bestehen über die Flughäfen in Bremen, Hannover und Hamburg.
Durch diese günstige Verkehrslage hat sich Langwedel nicht nur als Wohngemeinde, sondern auch für Gewerbeansiedlungen äußerst positiv entwickelt.
Für Handel, Handwerk, Gewerbe und Industrie ist unsere Gemeinde ein attraktiver und innovationsfördernder Standort. Zur Förderung dieses heimischen Wirtschaftsstandortes wurde in direkter Nähe zur Autobahn ein Gewerbegebiet von ca. 80 ha ausgewiesen.
Auch in Zukunft wird es in Langwedel durch entsprechende Flächenausweisungen ein gesundes nebeneinander zwischen Wohnen im Grünen und attraktivem Gewerbestandort geben.
Kultur, Sport und Freizeit
Das Kultur– und Sportangebot ist erfrischend vielfältig und bunt. Die Identifikation mit der Gemeinde und dem örtlichen Gemeinschaftsleben ist ausgesprochen beispielhaft. Ein Gradmesser dafür sind die über 90 aktiven Vereine und Organisationen in unserer Gemeinde.
Freizeit genießt im Flecken Langwedel einen hohen Stellenwert und wird von Gästen und Erholungssuchenden hoch geschätzt.
Die herrliche Landschaft ist so abwechselungsreich wie fast nirgendwo. Umfangreiche Waldflächen in Haberloh und Völkersen sowie das reizvolle Daverdener Holz an der Flußniederung der Alten Aller laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein.
Norddeutschlands wohl schönster Fluß, die Weser, fließt direkt durch Langwedel. Hier nutzen nicht nur Radtouristen des Weserradwanderweges sondern auch heimische Radfahrer und Inlineskater die gut ausgebauten Wege in der Wesermarsch–Landschaft.
Geschichte des Rathauses

Schon im Gebietsänderungsvertrag aus dem Jahre 1972 war der Bau eines zentralen Verwaltungsgebäudes vereinbart worden. Der Bau sollte durchgeführt werden, sobald die haushaltsmäßigen Voraussetzungen vorlagen. Da zunächst andere Gemeindeaufgaben Vorrang hatten, wurde die Verwaltung in einem umgebauten ehemaligen Schulgebäude in der Ortschaft Langwedel untergebracht. Dieses Gebäude erwies sich im Laufe der Zeit als zu klein. Im Dezember 1984 wurde der Gedanke an einen Rathausneubau erneut aufgegriffen.
Nach Besichtigung verschiedener Rathäuser im Februar 1985 wurden durch einstimmigen Beschluß des Verwaltungsausschusses vom 06. März 1985 drei Architekturbüros mit der Erstellung von Vorentwürfen beauftragt. Gleichzeitig wurde eine Planungsgruppe gebildet. Es hat zunächst Meinungsunterschiede zwischen zwei Vorentwürfen und auch über die Notwendigkeit und Größe eines Saales gegeben. Das hat dazu geführt, daß eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft beauftragt wurde, die beiden Vorentwürfe auszuwerten und zu beurteilen. Das Ergebnis dieser Untersuchungen sowie weitere Überlegungen, insbesondere aber ein geeigneterer Standort in zentraler Lage an der Landesstraße in unmittelbarer Nähe der Schule haben dann zu einer breiten Übereinstimmung im Gemeinderat geführt, so daß am 15. April 1986 ohne Gegenstimmen der Rathausneubau beschlossen und der Auftrag an das Architekturbüro Holst, Schambeck und Wilckens aus Bremervörde vergeben wurde. Einbezogen in das Rathaus sind auch Räumlichkeiten für die Polizeistation Langwedel und für die Diakonie–Sozialstation Langwedel/Kirchlinteln.
Am 29. September 1986 erfolgte die Grundsteinlegung und am 12. Juni 1987 das Richtfest. Die Gemeindeverwaltung sowie die Polizeistation und die Diakonie–Sozialstation sind seit dem 14. März 1988 in den Räumlichkeiten tätig. Nach Fertigstellung des Bürgersaals wurde am 16. April die Einweihung gefeiert.
Die Diakonie–Sozialstation ist seit dem 01. Januar 2005 in Räumlichkeiten der "Schule am Goldbach" umgezogen. Die Räume im Rathaus nutzt seitdem ebenfalls die Polizeistation.
Das Rathaus ist so gegliedert, daß jedes Amt mit einem eigenen Flur vom zentralen Foyer erreichbar ist. Die zentrale Eingangshalle kann sowohl im Erdgeschoß als auch im Obergeschoß vom Verwaltungsbereich abgeschlossen und dem Bürgersaal angegliedert werden. Sowohl im unteren, als auch im oberen Flur ist seit 2008 die Ausstellung "Burg und Amt Langwedel" zusehen. Besonders hervorzuheben sind ein Burgmodell und eine Ausstellungsvitrine. Der Bürgersaal läßt sich durch das Verschieben von variablen Trennwänden entweder mit dem Sitzungsraum zu einer Einheit zusammenlegen oder durch das Verschieben weiterer Trennwände mit dem Foyer verbinden. Bei größeren Veranstaltungen steht somit eine eigenständig funktionsfähige und vielfältig gegliederte Fläche zur Verfügung.
Im Rathaus stehen 32 Büroräume mit zusammen 780 m² Fläche zur Verfügung. Hiervon werden jeweils 4 Büros von der Polizeistation Langwedel genutzt.
Alt–Akten und Fundsachen sind im Keller in 13 Archivräumen untergebracht.
Der Bürgersaal mit 173 m² und der anschließende Sitzungsraum mit 67 m² stehen bei Sitzungen und kulturellen Veranstaltungen zur Verfügung.
Mit 43 Einstellplätzen, davon 3 in Eingangsnähe für Behinderte, stehen ausreichende Parkmöglichkeiten für Besucher und Mitarbeiter zur Verfügung.
Die Gesamtkosten haben sich auf rund 5,1 Millionen DM (jetzt rund 2,6 Millionen €) belaufen.
Pferdebrunnen vor dem Rathaus
Wer heute auf der Landesstraße durch Langwedel fährt, dem fällt ganz

sicher vor dem schmucken Rotsteinbau des Rathauses die schöne "Pferdetränke" mit Pferd, Fuhrmann und Wasserholerin auf.
Wenn die Fahrt an einem warmen Sommertag stattfindet, ist zu beobachten, dass Kinder auf dem Bronze-Pferd reiten, aus der alten Schwengelpumpe Wasser in den Brunnen läuft, die Langwedeler Jungs und Deerns mit Wasser spielen und ordentlich Spaß dabei haben.
Spätestens jetzt fragen sich die Auto- und Radfahrer, Spaziergänger, Touristen oder auch Rathausbesucher, warum und seit wann denn die Gruppe gerade an dieser Stelle steht und was denn mit diesem "Denkmal" dargestellt werden soll.
Die Frage nach der Zeit lässt sich an Ort und Stelle schnell klären, denn der Blick auf die goldene Wetterfahne des Rathauses zeigt die Jahreszahl 1988 an..... und auf dem Zaumzeug des zur Tränke geführten Pferdes wird mit den Worten "C. Homfeld. 91" nicht nur die Fertigstellung der Figurengruppe, sondern auch der Name des Bremer Bildhauers Claus Homfeld verraten. Der Künstler C. Homfeld hatte zuvor schon ähnliche Bronzeplastiken in der Umgebung geschaffen: 1982 den Pferdehändler am Rathaus in Zeven und 1985 den Pferdebrunnen am Pferdemarkt in Rotenburg.
Die Langwedeler haben die offizielle Einweihung durch Bürgermeister Joachim Stünker am 28.06.1991 ordentlich gefeiert. Dazu hatten sie auch allen Grund, denn es hatte fünf Jahre vom Gemeinderatsbeschluss bis zur Aufstellung gedauert.
Die Frage nach dem Anlass für das Denkmal ist schnell und einfach zu beantworten, denn wegen des Rathausbaues (Sept. 1986 - März 1988) sollte auch der Platz vor dem Rathaus mit einer typischen Szene für den Ort geschmückt werden, die den Bezug auf Langwedels Geschichte zum Ausdruck bringt.
Die fast 800-jährige Geschichte der Ortschaft Flecken Langwedel ist geprägt durch die Lage an der historischen Handels- und Heerstraße zwischen Bremen und Celle, die die traditionelle Verbindung auch zwischen dem Bistum Verden und dem Erzbistum Bremen herstellte. Daher war es kein Wunder, dass der Bremer Erzbischof Gerhard II. an dieser strategischen Stelle ca. 1222 eine Burg errichten ließ, die bis 1866 in Resten noch Bestand hatte.

Vor diesem geschichtlichen Hintergrund ist es verständlich, wenn die Langwedeler Ratsherren für die Figurengruppe direkt an der Straße ein Motiv auswählten, das an den "Reise- und Warenverkehr" mit Pferd und Wagen dieser alten Handelsstraße erinnert.
Wie bereits in mittelalterlichen Urkunden von 1425, 1463 und 1495 nachgewiesen wird, war es für Kaufleute und Reisende nicht immer einfach durch Langwedel zu fahren, denn zu Zeiten des Raubrittertums und der Seeräuberei konnte es schon zu Überfällen kommen, insbesondere nahe einer kleinen Waldschlucht im Daverdener Holz, etwa in Höhe des heutigen Gasthauses "Waldschlösschen". Eine weitere Gefahr mussten die Fuhrleute aber auch dann bestehen, wenn sie ihr Gespann - möglichst bei Tageslicht - durch eine Furt im Goldbachtal (etwa in Höhe der jetzigen Kreissparkasse) lenkten. Manchmal blieben die schwerbeladenen Wagen und Kutschen dort im Wasser und Morast stecken und die Langwedeler mussten ihre Pferde vorspannen und so für eine Weiterfahrt sorgen. Es gab also schon Gründe für die Warnung der Bremer Kaufleute: "Makt, dat ji bi Dage dör Langwedel kummt !"
Wenn die Reisenden und Fuhrleute jener Zeit diese Anstrengungen überstanden hatten, suchten sie hier eine Station zum Wechseln (Ausspann) der Pferde, aber auch zur Erfrischung, zum Essen und Trinken. Das alles bot das Gasthaus "Zum Alten Krug". Gastwirt Rape (später: Prüser) betrieb hier an der Einmündung der Marienstraße in die Große Straße, gegenüber der heutigen Druckerei Mack auch eine Postkutschenstation.
Alles nur rund 900 Meter Richtung Verden vom heutigen Rathaus mit Pferdegruppe entfernt. So zeigt denn die in Bronze gegossene Gruppe vor dem Langwedeler Rathaus die Situation beim Ausspann: Zunächst führte der Fuhrmann sein dürstendes Pferd zum Tränkebrunnen, wo ein hübsches Mädchen für Wasser aus dem Eimer sorgt.
Sicher lässt sich von dieser alten "Versorgungs-Dienstleistung" früherer Zeiten auch ein Bogen zu den neueren Dienstleistungen im benachbarten Rathaus spannen ..................
Eisenbahn-Geschichte (n)
Ein Stück Langwedeler (Bahn-)Geschichte - zwischen 1845 und 1892, von Gerd Brandt
Hermann Bunke, Behindertenbeauftragter für den Flecken Langwedel, ist in seinem Heimatort nicht nur als Eisenbahnfreund bekannt; er interessiert sich auch für Heimatkunde.
Darum hat er kürzlich den Nachdruck eines 1845 in Hameln erschienenen Weser-Buches erworben, das als Reiseführer für Weserreisen gedacht war. In der hiesigen Gegend gab es 1845 noch keine Eisenbahnen; die Bahnstrecke Hannover - Bremen wurde erst 1847 in Betrieb genommen, und somit spielten damals Schiffsreisen auf den Flüssen eine wichtige Rolle. Das "Weserbuch" beschreibt nicht nur die Entstehung der Weser, ihren Lauf, die Nebenflüsse, die "Uferstaaten", Fähren, Brücken und sonstige Bauwerke, sondern auch die an der Weser liegenden Orte. Langwedel ist als "königlich hannoverscher Flecken" auf der rechten Weserseite mit 97 Häusern und 612 Einwohnern kurz erwähnt; wohl weil es nicht direkt am Fluss liegt. Etwas mehr findet man über die Ortschaft Grinden: Grinden wird als "königlich hannoversches Dorf" bezeichnet mit 51 Einwohnern in 5 Häusern. Es gibt dort eine Fähre "ohne Linie", besonders um den Torf vom rechten Ufer hinüber zu schaffen, gentsiet nach Thedinghausen. Die Grindener treiben Fischerei. Ein Mann soll jährlich für 10 Pistolen Fische verkaufen. Eine Pistole (spanische Währung) entsprach dem 5 Thaler-Goldstück.
Knapp 50 Jahre später hatte sich der Flecken Langwedel zu einem bekannten Eisenbahnort entwickelt: Mit der Fertigstellung der Bahnstrecke Langwedel - Uelzen im Jahre 1873 (zwei Jahre nach dem dt./frz. Krieg) war aus der einfachen "Anhaltestelle" die bedeutende "Königlich-Preussische Eisenbahnstation Langwedel" hervorgegangen. Die Entwicklung des Fleckens Langwedel verlief entsprechend günstig.
Bei Nachforschungen ist Hermann Bunke an interessante Unterlagen aus dem Archiv der Universitäts- und Landesbibliothek Münster gelangt. Es sind Beschreibungen der Bahnstationen des Bezirks des "Königlichen Betriebsamts Bremen" aus dem Jahre 1892. Über die Bahnstation ist alles präzise aufgelistet, auch über den Flecken Langwedel und seine Nachbarorte sind Angaben vorhanden. Man kann sich vorstellen, wie es vor etwa 120 Jahren in Langwedel ausgesehen hat.
Beschrieben wird der Ort als ein preußischer Flecken an der "Chaussee" (Straße) von Verden nach Bremen, gelegen in nächster Nähe zur Station. Es lebten in Langwedel 795 Einwohner, evangelischer Confession, in Daverden eingepfarrt. Der Flecken verfügt über eine Kommunalschule und ein Postamt 3. Klasse mit Telegraphie. Neben zwei Ziegeleien im Ort wird hier und in der Umgebung hauptsächlich Landwirtschaft und Viehzucht betrieben. Versandgüter auf dem Bahnhof sind vorwiegend Ziegelsteine, Vieh und Obst, während Steinkohle aus Westfalen angeliefert wird.
Für die Nachbarorte sind 1892 die Einwohnerzahlen notiert: Dorf Achim: 2.820; Cluvenhagen: 296; Daverden: 683; Etelsen: 464; Hagen und Grinden (die einen Gemeindebezirk bilden): 261; Völkersen: 383 und die Kreisstadt Verden: 8.594.
Der Langwedeler Bahnhof ist 1892 ein Bahnhof 2. Klasse mit Personen- und Güterstation, während Etelsen lediglich Haltepunkt für Personenverkehr ist, dessen Abrechnungsgeschäft der Bahnhof Achim besorgt. Genau angegeben sind Anzahl und Art der Gleise, Weichen und Bahnsteige; es gibt sogar eine Locomotiv-Drehscheibe. Im massiven, teils zweistöckigen Bahnhofsgebäude befinden sich der Fahrkarten- und Gepäckschalter, zwei Wartesäle (einer für 1. und 2. Klasse; einer für 3. und 4. Klasse) mit Restauration, ferner das Postamt mit einem Zimmer und Depeschen-Annahme, sowie die Dienstwohnung des Stationsvorstehers. Im Fachwerk-Güterschuppen mit 41 qm Lagerfläche befindet sich ein Lademeisterzimmer.
Zum Personal der königlich-preussischen Eisenbahnstation Langwedel gehören anno 1892: 1 Stationsvorsteher, 1 Stationsassistent, 1 Stations-Diätar, der sein Gehalt täglich erhielt, 1 Bahnmeister, 5 Weichensteller, 3 Hilfsweichensteller und 6 Stationsarbeiter. Für die Beamten und Arbeiter gibt es Dienstwohnungen in zwei Gebäuden, jeweils mit Dienstland.
Nach langem Leerstand ist das Wohngebäude (ehem. Weichenstellerhaus) auf der Nordseite des Bahnhofs am Gleis 4 vor wenigen Tagen abgerissen worden. Dagegen präsentiert sich das ehemalige Beamtenwohnhaus gegenüber dem Bahnhof fast unverändert als gepflegtes Backsteingebäude. Es hat die große Zeit der Eisenbahn und der Dampfloks in Langwedel miterlebt ...
... Zu diesen "großen Zeiten" zählte auch das Jahr 1885. Hier sind im Verdener Anzeigenblatt vom 28.11.1886 statistische Zahlen angegeben:
29.851 Personen kamen in Langwedel an, 30.849 Leute verließen den Ort per Bahn. An Frachtgut wurden 9.600 Tonnen entladen, 3.151 Tonnen verließen den Güterbahnhof. Auch die Einnahmen sind interessant, denn auf Personenverkehr (21.118 Mark) und Güterverkehr (21.645 Mark) entfielen etwa gleiche Summen.
Der urkundlich 1226 erwähnte Ort Langwedel kann also nicht nur auf eine über 600-jährige Geschichte seiner Bischofsburg, sondern auch auf über 160 Jahre Eisenbahngeschichte zurückblicken.
Historisches von Hermann Bunke, Langwedel:
In unserer Internetumfrage wurde der Wunsch geäußert, mehr über die geschichtliche Entwicklung des Flecken Langwedel zu erfahren. Diesem Wunsch wollen wir gerne nachkommen.
Wie viele von Ihnen sicherlich wissen, hat die Eisenbahnlinie aus Hannover und die Amerikalinie aus Berlin mit Umsteigeplatz in Langwedel die wirtschaftliche Entwicklung im Flecken Langwedel maßgeblich beeinflußt.
Zu diesem , für Langwedel sehr wichtigen Thema, hat unser Mitbürger und Eisenbahnfreund Hermann Bunke, folgende interessante Aufsätze erarbeitet.