• Blüten Stücke 2.0

    Martin Wilhelm - „Blüten Stücke 2.0“ Kultur im Norden – KUNO eröffnet das neue Ausstellungsjahr am 15. Januar mit einer Einzelschau des hessischen Künstlers Martin Wilhelm (1955, Frankfurt/M). Seine vorgestellten Pflanzen- und Blumenarbeiten sind in ihrer Blütenpracht alles andere als dekorative Naturmalerei.

    Fr, 12.01.2018 - So, 15.04.2018, 23:45 Uhr

  • Plattdeutsches Gastspiel der Speelkoppel Hoyerswege: "Wer is dor in mien Lief togang?"

    Plattdeutsches Gastspiel der Speelkoppel Hoyerswege: "Wer is dor in mien Lief togang?" von Hans Schimmel (Plattdeutsch von Wolfgang Binder) am Sonntag, den 18.02.2018 um 16.00 Uhr im Rathaus Langwedel, Kaffee und Kuchen ab 14.30 Uhr

    So, 18.02.2018, 14:30 Uhr - 18:00 Uhr

Ehrenamtliche Schöffen und Jugendschöffen aus dem Flecken Langwedel gesucht

12.02.2018

Im ersten Halbjahr 2018 werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 gewählt.

Gesucht werden insgesamt sieben Frauen und Männer aus dem Flecken Langwedel, die am Amtsgericht Verden und am Landgericht Verden als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Erwachsenenstrafsachen teilnehmen sowie vier Frauen und vier Männer, die in den Jugendschöffengerichten bei den Amtsgerichten sowie den Jugendkammern beim Landgericht Verden als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Jugendstrafsachen teilnehmen.

Der Gemeinderat und der Jugendhilfeausschuss des Landkreises Verden sollen doppelt so viele Kandidaten vorschlagen, wie an Schöffen bzw. Jugendschöffen benötigt werden. Aus diesen Vorschlägen wählt der Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte 2018 die Haupt- und Hilfsschöffen.

Gesucht werden Bewerberinnen und Bewerber, die im Flecken Langwedel wohnen und am 01.01.2019 mindestens 25 und höchstens 69 Jahre alt sein werden. Wählbar sind deutsche Staatsangehörige, die die deutsche Sprache ausreichend beherrschen. Die Bewerberinnen und Bewerber sollten sich den Anforderungen einer mehrstündigen bzw. mehrtägigen Hauptverhandlung in Strafsachen gewachsen fühlen und außerdem nicht in Vermögensverfall geraten sein.

Von der Wahl ausgeschlossen ist,

  • wer zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt wurde oder
  • gegen wen ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat anhängig ist, das zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann.

Ferner sollen nicht zu Schöffen gewählt werden:

  • Richter und Beamte der Staatsanwaltschaft
  • Notare und Rechtsanwälte
  • gerichtliche Vollstreckungsbeamte, hauptamtlich in oder für die Justiz Tätige (Richter, Notare und Rechtsanwälte, Polizeivollzugsbeamte, Bewährungshelfer, Strafvollzugsbedienstete usw.) und Religionsdiener.

Schöffen sollten über soziale Kompetenz verfügen, d.h. das Handeln eines Menschen in seinem sozialen Umfeld beurteilen können. Von ihnen werden Lebenserfahrung und Menschenkenntnis erwartet. Die ehrenamtlichen Richter müssen Beweise würdigen, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein bestimmtes Geschehen wie in der Anklage behauptet ereignet hat oder nicht, aus den vorgelegten Zeugenaussagen, Gutachten oder Urkunden ableiten können. Die Lebenserfahrung, die ein Schöffe mitbringen muss, kann aus beruflicher Erfahrung und/oder gesellschaftlichem Engagement resultieren. Dabei steht nicht der berufliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern die Erfahrung, die im Umgang mit Menschen erworben wurde.

Schöffen in Jugendstrafsachen sollen zusätzlich erzieherisch befähigt  und in der Jugenderziehung erfahren sein.

Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit und - wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes - gesundheitliche Eignung. Juristische Kenntnisse irgendwelcher Art sind für das Amt nicht erforderlich.

Schöffen müssen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Sie müssen bereit sein, Zeit zu investieren, um sich über ihre Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten weiterzubilden. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen durch das Urteil. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden. etwa wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsymphatisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat.

Schöffen sind mit den Berufsrichtern gleichberechtigt. Für jede Verurteilung und jedes Strafmaß ist eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich. Gegen beide Schöffen kann niemand verurteilt werden. Jedes Urteil - gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch - haben die Schöffen daher mit zu verantworten. Wer die persönliche Verantwortung für eine mehrjährige Freiheitsstrafe, für die Versagung von Bewährung oder für einen Freispruch wegen mangelnder Beweislage nicht übernehmen kann, sollte das Schöffenamt nicht anstreben.

In der Beratung mit den Berufsrichtern müssen Schöffen ihren Urteilsvorschlag standhaft vertreten können, ohne besserwisserisch zu sein, und sich von besseren Argumenten überzeugen lassen, ohne opportunistisch zu sein. Ihnen steht in der Hauptverhandlung das Fragerecht zu. Sie müssen sich verständlich ausdrücken, auf  den Angeklagten wie andere Prozessbeteiligte eingehen können und an der Beratung argumentativ teilnehmen. Ihnen wird daher Kommunikations- und Dialogfähigkeit abverlangt.

Die Kreisvolkshochschule Verden bietet zum Thema Schöffen zwei kostenlose Info-Abende in Verden und Achim an. Die Veranstaltung in Verden findet am Montag, 5. März in der KVHS Verden, Artilleriestraße 8 statt. Der Info-Abend in Achim erfolgt am Mittwoch, 14. März in der KVHS Achim, Bergstr. 26. Beide Veranstaltungen finden von 19.00 bis 21.15 Uhr statt. Eine Anmeldung ist erforderlich und unter  04231 - 15118 möglich.

Weitere Auskünfte erteilt Ordnungsamtsleiter Frank-Peter Adam, 04232 - 3912 oder per E-Mail und sind unter www.schoeffenwahl.de erhältlich.

Interessenten für das Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen (gegen Erwachsene) bewerben sich bitte bis zum 31. März 2018 beim

Flecken Langwedel
Ordnungsamt
Große Str. 1
27299 Langwedel (postalisch)

oder per Fax: 04232 / 3991

oder
via E-Mail bei Frank-Peter Adam oder beim Rathaus

Interessenten für das Amt eines Jugendschöffen richten ihre Bewerbung bitte bis zum 15. März 2018 ebenfalls an die vorgenannte Adresse oder an den

Landkreis Verden
Fachdienst Jugend und Familie
Frau Nodorp
Lindhooper Str. 67
27283 Verden (Aller)

oder auch per E-Mail

Bewerbungsformulare sind im Ordnungsamt der Gemeindeverwaltung erhältlich oder können von dieser Internetseite (siehe unten) oder der des Fachdienstes Jugend und Familie des Landkreises Verden www.Landkreis-Verden.de (Jugendschöffen) bzw. unter www.schoeffenwahl.de heruntergeladen werden.

Bewerbungsformular für das Amt eines Jugendschöffen

Bewerbungsformular für das Schöffenamt in Strafsachen

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27299 Langwedel

04232 - 39 0
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